PPL(A) / LAPL(A)

D-ENPA im Kurvenflug

Ausbildung zum Privatpiloten PPL(A)

Allgemeines

Die Private Pilot License PPL(A) nach EASA-FCL (Flight Crew Licensing) berechtigt zum nichtgewerblichen Führen einmotoriger, kolbengetriebener Landflugzeuge bis 2000 kg nach Sichtflugregeln (VFR) im nicht gewerbsmäßigen Luftverkehr ohne Entgelt am Tage. Mit dieser Lizenz sind nationale und grenzüberschreitende Flüge möglich. Die Lizenz kann bei Bedarf später um weitere Lizenzen und Klassenberechtigungen erweitert werden.

Die PPL-A Berechtigung kann bei Erwerb der Nachtflugqualifikation auch auf Nachtflüge ausgeweitet werden.

Voraussetzungen

Mindestalter (nach § 23 Abs. 2 LuftVZO)
  • Beginn der Ausbildung frühestens mit 16 Jahren
  • Erteilung der Erlaubnis frühestens mit 17 Jahren
Medizinische Voruntersuchung
Leumund
  • Erklärung über schwebende Strafverfahren, polizeiliches Führungszeugnis
  • Zuverlässigkeitsüberprüfung laut §7 Luftsicherheitsgesetz
  • Auskunft aus dem Verkehrzentralregister beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg
Weiteres
  • 2 Passbilder
  • Bescheinigung über die Teilnahme an einem Erste-Hilfe Kurs oder Sofortmaßnahmen am Unfallort (Führerscheinkopie ist ausreichend)
  • Flugfunkzeugnis (kann parallel zur Flugausbildung erworben werden)
  • Sprachnachweis/Selbsterklärung Deutsch (und je nach Flugfunkzeugnis Englisch)

Unterricht

Die Ausbildung zum Privatpiloten schliesst zwischen 70 und 100 Stunden Theorieunterricht in den folgenden Fächern mit ein:

  • Navigation
  • Meteorologie
  • Luftrecht
  • Aerodynamik
  • Technik
  • Verhalten in besonderen Fällen
  • Menschliches Leistungsvermögen
  • Flugfunk

KONAIR bietet vor Ort blockweisen oder individuellen Theorieunterricht an.
Die theoretischen Kenntnisse werden in einer zentralen Theorieprüfung beim Regierungspräsidium bestätigt, das Flugfunkzeugnis mit Abschluss einer mündlichen sowie schriftlichen Prüfung bei der Bundesnetzagentur erworben.

Die praktische Ausbildung im Flugzeug umfasst mindestens 45 Schulungsstunden, darin enthalten min. 25 Stunden mit Fluglehrer sowie min. 10 Stunden Alleinflug. Ihren Abschluss findet die Ausbildung mit einem Prüfungsflug, der von einem zugewiesenen Prüfer abgenommen wird.

Gültigkeit/Verlängerung

Gültigkeit der Erlaubnis 60 Monate
Gültigkeit der eingetragenen Klassenberechtigung (einmotorige, kolbengetriebene Landflugzeuge) 24 Monate
Verlängerung Innerhalb der letzten 12 Monate vor Verlängerung müssen mindestens erbracht und nachgewiesen werden:

  • 1 Trainingsstunde mit Fluglehrer
  • 12 Starts und 12 Landungen
  • 12 Flugstunden, davon 6 Flugstunden als verantwortlicher Pilot auf wahlweise Motorflugzeugen PPL-A oder Motorseglern
  • Gültiges flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis Klasse 2

Preise

 Art Stunden Preise in Euro
 Piper Flugstunden min 35 6825.-
 Instruktion ca. 70 4900.-
 Theoriematerial  ca.  350.-
 Theoriestunden (mit Selbststudium weniger)  priv. Basis 50 h
 Gruppe von min 4  875.-
 Landungen  mind.  700.-
 Verwaltungspauschale  95.-

Gebühren werden direkt in Rg. gestellt (Theorieprüfung, Flugfunkprüfung, Praktische Prüfung, behördliche Bestätigungen und Bewilligungen) Verwaltungspauschale.

LAPL(A)

Alternativ zur PPL(A) bietet die Lizenz LAPL(A) (Light Aircraft Pilot License) einen preiswerten Einstieg in die Welt des Fliegens. Diese Lizenz wurde ab dem 08.04.2013 eingeführt und gilt für Flüge

  • auf Flugzeugen bis zu 2000 kg Abfluggewicht
  • mit max. 3 Passagieren
  • innerhalb von EU-Ländern, welche die EU-FCL eingeführt haben.

Auf der Basis der LAPL(A) kann keine Lehrberechtigung und keine Instrumentenflugberechtigung erworben werden. Eine Erweiterung von LAPL(A) auf die PPL(A) ist möglich.

Im Unterschied zur PPL(A) erfordert die LAPL(A) lediglich 30 Flugstunden, davon min. 6 Stunden Solo. Inhaber einer LAPL(A) dürfen nur Fluggäste befördern, wenn sie nach der Erteilung der Lizenz 10 Stunden Flugzeit als verantwortlicher Luftfahrzeugführer absolviert haben.

Trainingsflüge

Trainingsflüge werden (auch nach Beendigung der Ausbildung) durchgeführt, um einen guten Trainingsstand der Piloten sicherzustellen. Es werden hauptsächlich sicherheitsrelevante Übungen geflogen. Dazu gehören unter anderem:

  • Normal- und Notverfahren
  • Stallübungen und Langsamflug
  • Steilkurven
  • Ziellandeübungen ohne Motorhilfe

Ihr Einstieg

Ein Einstieg in die Ausbildung ist bei KONAIR jederzeit möglich.
Für ein erstes Kennenlernen und die Klärung Ihrer offenen Fragen empfehlen wir die Teilnahme an einem unserer regelmässigen Infoabende oder ein individuelles Fachgespräch mit unseren Fluglehrern.

Unsere engagierten Mitarbeiter helfen Ihnen in organisatorischen, finanziellen und zeitlichen Fragen gerne weiter damit sie schnell startbereit sind.

Sollten Sie nur einen begrenzten Zeitrahmen für Ihre Pilotenausbildung zur Verfügung haben, so informieren wir Sie gerne über einen individuellen Intensivkurs. Kontaktieren Sie uns für einen unverbindlichen Besprechungstermin.